Who knows Wayne?

Normal oder ...?

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Filed under: akzeptanz, miteinander, pluralismus, toleranz

Das Zitat, das Maisie Williams zugeschrieben wird, habe ich mir seit gestern intensiv durch den Kopf gehen lassen, zumal sie für diese Aussage sehr viel Zustimmung erfährt. Dieser Gedankengang zielt in eine Richtung, was niemand wirklich wollen kann: Den Tod der Vielfalt, den Tod der persönlichen Meinung, den Tod der Individualität. Entweder du bist normal oder du bist Sexist. Entweder du bist meiner Meinung oder du wirst ausgestoßen. Entweder du tust, was ich will, oder du bist wertlos. Entweder du bist so, wie ich dich will, oder ich habe dich nicht lieb. Normal ist, was dem in den Kram passt, der bewertet.

Es steckt in der Tat viel emotionale Erpressung in diesem Gedankengang - und das ist in meinen Augen eine sehr totalitäre Haltung. Als Pirat lehne ich das ab. Als Pirat bin ich der Ansicht, dass jeder Mensch exakt denselben Wert hat. Grundsätzlich braucht eine Gesellschaft einen gemeinsamen Wertekanon - aber einen, auf den sich alle einigen, der von allen akzeptiert wird. Werte oder Weltbilder können nicht diktiert werden - es sei denn, man wünschte sich eine Diktatur. Diese ermöglicht das Vorschreiben - das hat dann aber mit demokratischen Grundhaltungen nichts mehr zu tun. Werte müssen wachsen und gelebt werden. Das ist ein Prozess, der lange dauert und viel Geduld erfordert, er enthält ständiges Hinterfragen und permanente Überprüfung. Heute las ich in einem Artikel in der FAZ, die gemeinsamen Werte der EU seien Toleranz, Pluralismus und Nichtdiskriminierung. Und wie sieht das Leben aus, mit dem diese Worthülsen gefüllt werden?

Toleranz kommt vom lateinischen "tolerare" und bedeutet "aushalten, ertragen". Was ist denn auszuhalten, was zu ertragen? Wer hält hierzulande denn etwas aus - außer den sozial Schwachen am Rand der Gesellschaft? Doch eigentlich niemand mehr.

Ertragen ist aus der Mode gekommen. Toleriert wird nur das, was gefällt. Das hat mit Toleranz im ursprünglichen Sinne nichts mehr zu tun. Wer eine abweichende Meinung aushält, der ist heutzutage eine Art Verräter. Aber es ist nun einmal Merkmal einer Gesellschaft, dass sie dem Einzelnen zutraut, etwas auszuhalten und zu ertragen. Dagegen fordert sie zurecht nicht ein, das Tolerierte zu akzeptieren (vom lateinischen "accipere" für "gutheißen, annehmen, billigen"). Tolerieren muss man, akzeptieren kann man oder nicht.

Eine Gesellschaft, die statt eines gemeinsamen moralischen Kodex ein Gesetzes- und Verordnungswerk schafft, das jede noch so kleine Eigenheit einer jeden kleinen Splittergruppe berücksichtigt, wird in einer Zwangsjacke enden, die für Toleranz keinen Raum läßt und deren Nichtdiskriminierung die Kommunikation in einem Meer aus Regeln ertränkt. Pluralismus wäre dann das Erstarren im Nebeneinander anstatt des Wachsens im Miteinander. Das kann niemand wollen.

Lieber ist es mir, dass auch Sexisten und andere Menschen, deren Ansichten ich ablehne, normale Menschen sind, die ich im Diskurs für meine Überzeugungen begeistern kann (oder eben nicht), als dass normale Menschen in einer geistigen Zwangsjacke aus Beton leben und nur eine vorgegebene Meinung haben dürfen.

Nein, Miss Williams, ich kann Ihnen nicht zustimmen und auch nicht denen, die Sie für Ihre Worte so sehr loben. Überzeugen Sie diejenigen, die in Ihren Augen keine Feministen sind, von den Vorteilen des Feminismus, anstatt sie unnormal zu nennen. Das ist der Weg der Toleranz, des Pluralismus und der Nichtdiskriminierung.

Vielen Dank an Lily und Drachenrose für die freundliche Unterstützung.

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Sexistisch oder lustig?

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Filed under: Babykleidung, Scherz, Sexismus

Der Babybody, um den es geht, findet sich auf der Website "Lustige Strampler".

Bild des Bodys

Meine Frage, ob das Kleidungsstück (beziehungsweise die Aufschrift) nun sexistisch oder lustig sei, wurde indifferent und sehr zögerlich beantwortet. Die Meinungen deckten die volle Bandbreite zwischen "das ist lustig" und "das ist sexistisch" ab. Da sieht man mal wieder, wie kontrovers das Thema ist.

Meine Meinung: Natürlich ist das sexistisch! Und lustig ist es auch - aber dazu später.

Es ist selbstverständlich sexistisch, wenn man Menschen Klischees zuordnet, weil sie einem Geschlecht angehören. "Papa" bezeichnet eindeutig eine männliche Person, womit das Klischee, dass Väter Probleme haben, ihrem Kind ein solches Kleidungsstück überzuziehen, Männern zugeordnet wird. Das ist sexistisch, ganz klar.

Andererseits - und da sind wir bei der Frage, inwieweit es lustig ist - haben sehr viele Menschen schon einmal einen recht verzweifelten Vater am Wickeltisch stehen sehen, der versucht, dem zappelnden Baby ein Kleidungsstück unfallfrei überzustreifen; zudem ist das Rollenbild, das dem Mann an sich einen gewissen Mangel an Geschick in der Kinderpflege zuweist, in den meisten Köpfen immer noch sehr fest verankert (wenn auch meistenteils falsch). Und so bringt uns dieses Babykleidungsstück eher ein Schmunzeln ins Gesicht als ein Stirnrunzeln.

Was lernen wir jetzt daraus? Sexismus kann, wenn wohldosiert und in freundlicher Absicht angewendet, durchaus lustig sein. Er kann auch dazu dienen, überkommene Rollenbilder herauszuarbeiten und diejenigen, die sie unbewußt im Kopf haben, dazu bringen, über sich selbst zu lachen und umzudenken. Insofern ist Sexismus nicht unbedingt immer etwas Schlechtes.

Ich denke, wir sollten uns unseren Humor bewahren und über solche kleinen Sticheleien, die in unserem Kopf bestimmte Bilder erzeugen, weiterhin schmunzeln - in dem Bewußtsein dessen, was das Schmunzeln eigentlich ausgelöst hat.

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Mate Cocido

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Filed under: Mate

Man nehme:

Das Wasser in einem Wasserkocher zum Kochen bringen.

Inzwischen den Zucker in einem Topf erhitzen, bis er karamelisiert. Dann die Mate dazugeben und umrühren, bis alles gut vermischt ist.

Vorsicht: Das geht schnell, und noch schneller brennt der Zucker an!

Das heiße Wasser dazugießen.

ACHTUNG! Das schäumt wie die Seuche, deswegen einen hohen Topf nehmen und einen Deckel zur Hand haben - sonst wird der Herd geflutet!

Das Ganze dann ca. 2 - 3 Minuten ziehen lassen und anschließend abgießen.

Den Cocido kann man mit Milch trinken oder pur. Bei Bedarf nachsüßen.

Wohl bekomm's!

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Schwank aus meinem Alltag

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Filed under: Alltag

Am Samstag war es mal wieder so weit: Ich war tagsüber nicht zuhause und also habe ich Geld auf den Wohnzimmertisch gelegt und meinem (noch schlafenden) Sohn gesagt, er möge bitte einen Einkaufszettel machen, Papa käme nachher und machte den Einkauf mit ihm. Aus dem Bett kam ein Gebrummel, das sich in etwa wie "Ja, ist gut" anhörte und ich machte mich also auf den Weg zu meinem Volkshochschulkurs, auf dass mein Hirn mal neuen Input bekomme.

Spätnachmittags kam ich belehrt und glücklich zuhause an und stellte fest, dass der Einkauf fünfzig Euro weniger gekostet hatte als gedacht, denn dieses Geld lag auf dem Tisch. Mir schwante Schreckliches - zurecht, wie ein Blick in den Kühlschrank bestätigte. So stand ich am Sonntag da und hatte für das frugale Sonntagsmahl noch Kidneybohnen, Mais, Dosentomaten, Nudeln und Sojafleischersatz zur Verfügung.

Zwei Stunden Nachdenkens später dachte ich mir, ich könnte es ja mal mit dem Sojafleischersatz, den ich schon etwas länger im Schrank hatte (etwas viel länger!), versuchen. Flugs habe ich also die 150 Gramm bröseliges Zeugs in Fertigfleischbrühe eingeweicht und dem Sohn Bescheid gesagt, denn ich machte mir keine Illusionen, dass der holde Knabe merken würde, dass es sich bei diesem "Geschnetzelten" noch nicht mal um Hühnerfleisch handeln könne. Er meinte, man könne es ja mal versuchen.

Nach der halben Stunde Einweichzeit habe ich das "Fleisch" also erst einmal abgegossen und abtropfen lassen, Olivenöl in einem Topf erhitzt, die Sojafetzen darin angebraten, Dosentomate zugegeben, mit reichlich Paprika, Cayennepfeffer und Majoran gewürzt (Knoblauch darf ich nicht, das isst das Kind nicht, aber das hätte es jetzt auch nicht rausgerissen) und ein bisschen durchkochen lassen. Zum guten Schluß noch je eine Dose Kidneybohnen und Mais, fertig war das Chili con Sojafetzen.

Der Sohn nahm sich einen Teller voll und aß auch in der Tat gut zwei Drittel. Danach meinte er: "Mama, das nächste Mal machen wir das einfach ohne Fleisch. Das schmeckt einfach... gar nicht gut."

Er hatte ja recht. Wirklich. Nachdem aber noch einiges übrig war, habe ich dann heute abend diesen Rest mit Camembert überbacken und mir zum Abendessen einverleibt. Ich habe noch nie erlebt, dass irgendein Lebensmittel den Geschmack von Camembert derart gründlich absorbieren kann.

Fazit: Diese Woche gibt's Nudeln, hauptsächlich mit Tomatensoße. Und für Samstag schreibe ich jetzt schon einmal einen Einkaufszettel, wer weiß, was sonst passiert!

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Terror in Paris

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Filed under: anschlag, paris, trauer, überwachung

Frankreich ist schreckensstarr. Was genau passiert ist, werden wir wohl frühestens im Laufe des Tages erfahren. Fest steht, dass mehrere Bomben explodiert sind, dass Menschen erschossen wurden und dass Geiseln genommen wurden. Das ist ein Anlaß zur Trauer und es ist auch ein Anlaß, den Franzosen Unterstützung anzubieten und Trost zu spenden, so gut das geht.

Aber es ist auch ein Anlaß zum Mahnen. Frankreich hat die Vorratsdatenspeicherung - und diese wirklich beispiellose Anschlagserie wurde trotzdem nicht verhindert. Die Dinge sind, wie sie sind: Wenn Menschen etwas wirklich tun wollen, dann werden sie einen Weg finden, das auch zu tun. Dagegen hilft keine Vorratsdatenspeicherung, keine lückenlose Überwachung aller im Land befindlichen Menschen, keine Überwachungskameras - nichts.

Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass Leben lebensgefährlich ist. Und wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass Verbrechensprävention nicht automatisierbar ist - weil Menschen keine Automaten sind. Das einzige, was hilft, um Verbrechen vorzubeugen, die von Menschen begangen werden, sind tatsächlich Menschen.

Wirklich gut ausgebildete Polizisten, die wissen, was sie tun, die gezielt überwachen können. Dazu wirklich gut ausgebildete Staatsanwälte und Richter, um die Arbeit der Polizei zu beaufsichtigen. Das und nichts anderes hilft, denn das bringt Rechtssicherheit. Maschinen haben von Gerechtigkeit keine Ahnung.

Aber menschliche Arbeit ist teuer; Maschinen, Apparate, Algorithmen brauchen nur Strom, sie funktionieren rund um die Uhr und brauchen nichts zu essen. Dafür können sie aber nur auf ihre auf Algorithmen eingeschränkte Weise denken und sind nicht in der Lage, Schlüsse zu ziehen. Die Gefahr, dass Menschen sich zu sehr auf diese apparategemachten Ergebnisse verlassen, dass deswegen Unschuldige, die durch das vorgegebene Raster passen, Verfolgung zu erleiden haben, ist größer als die Chance, Übeltäter zu fassen oder ihre Übeltaten zu verhindern.

Sie werden trotzdem kommen, die Rufe nach der Technik, die das Heil bringen soll, die den einfachen Weg in die wohlige Sicherheit bereiten soll. Und es werden wieder Menschen kommen, die vorgaukeln, das optimale Sicherheitsprogramm zu haben, den Algorithmus der Algorithmen, den Apparat, der die Bösen identifiziert, bevor sie Böses tun werden.

Allein, es wird nicht funktionieren. Weil Menschen Menschen sind und Maschinen Maschinen.

Mein ganzes Mitgefühl gehört den Menschen, die in Paris Angehörige verloren haben, die in den letzten Stunden das Grauen erleben mußten, das ein Terroranschlag mit sich bringt. Ich hoffe, dass trotz allem die richtigen Maßnahmen zur Gefahrenprävention ergriffen werden, damit eben trotz aller Überwachungsmechanismen nicht wieder ein solcher Anschlag geschehen kann.

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Die (Un-)Gerechtigkeit der Welt

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Filed under: Gericht, Nachtclub, Recht, Schlägerei, Urteil

Rechtssysteme sind ein Lotteriespiel; wer in die Mühlen des Gesetzes gerät, kann Glück haben oder eben nicht. Die Strafe, die die Jurastudentin hier erhalten hat, würde in Deutschland wohl nicht dazu führen, dass sie keine Zulassung als Anwältin bekommt - ja, hier könnte sie sogar nach Jugendstrafrecht verurteilt werden und bekäme als Ersttäterin dann vermutlich nur Sozialstunden - und das trotz der Tatsache, dass die Wunden, die der junge Mann davongetragen hat, bleibende Narben hinterlassen werden und dass er Glück gehabt hat, weil die Studentin eben "nur" die Stirn getroffen und dort einen glatten Schnitt durch die Haut hinterlassen hat. An der Schläfe wäre das deutlich böser ausgegangen.

Nach dem, was man dem Artikel in der Daily Mail entnehmen kann, muss der junge Mann wohl mit Freunden in einem Nachtclub gewesen sein. Die Studentin hat ihn wohl beschuldigt, ihre Freundin (oder ihren Freund, Englisch ist da gendergerecht) angerempelt zu haben, was der Mann zurückwies. Die Frau muss ihn dann wohl angewiesen haben, aus dem Weg zu gehen und hat ihn dann zur Seite geschoben und sich die Sektflasche vom Tisch seiner Freunde gegriffen. Daraufhin soll sie ihn nach hinten geschubst haben und ihm die Sektflasche "wie einen Schläger" ins gesicht geschlagen haben.

Das ist nun keine Vorgehensweise, die man von nüchternen, zivilisierten Menschen erwarten würde. Nachtclub, späte Stunde, eine Sektflasche auf dem Tisch - da war wohl keiner mehr wirklich nüchtern. Das enthemmt und bringt in manchen Menschen den schlimmeren Anteil der Persönlichkeit in den Vordergrund.

Der Richter jedenfalls nannte die Gewaltanwendung "außerordentlich extrem"; er muss wohl sehr ärgerlich gewesen sein und kommentierte folgendermaßen: "Die Gerichte behandeln gar zu oft Fälle, in denen Gewalt nachts ausbricht, normalerweise, wenn die Beteiligten zu viel getrunken haben und ein Glas oder eine Flasche als Waffe benutzt wird - eine Waffe gegen den Kopf oder das Gesicht des Opfers und in den meisten Fällen sind die Verletzungen wirklich entsetzlich. Es ist eine Frage puren Zufalls und nichts anderem, dass das Opfer keine extrem ernsten Verletzungen im Gesicht erlitten hat."

Wäre die Strafe anders ausgefallen, wenn da ein Mann zugeschlagen hätte? So, wie ich den Kommentar des Richters lese: Wohl kaum. Wäre sie anders ausgefallen, wenn ein Mann einer Frau die Sektflasche ins Gesicht geschlagen hätte? Möglicherweise - bei exakt denselben Umständen wohl eher nicht. Warum? Weil in Betracht gezogen wird, dass hier junge Menschen im (mindestens) angetrunkenen Zustand zu später Stunde Auseinandersetzungen in einer Weise führen, die ihnen bei Tageslicht nie in den Sinn käme.

Man kann davon halten, was man will. Ich persönlich stehe der Anwendung von mildernden Umständen aufgrund übermäßigen Alkoholgenusses nicht sehr positiv gegenüber. Aber das tut nichts zur Sache, denn die Dinge sind, wie sie sind. Rechtlich gesehen gab es mit ziemlicher Sicherheit keinen Anlaß zu einer härteren Strafe.

Ich gehe davon aus, dass auch im englischen Recht Strafverfahren getrennt von den zivilrechtlichen Ansprüchen behandelt werden. Will heißen: Der junge Mann, der durch dieses Ereignis gehindert wird, die gewünschte berufliche Laufbahn einzuschlagen kann nach Feststellung der Schuld der jungen Dame zivilrechtliche Schritte einleiten und Schmerzensgeld fordern. Das ist in Großbritannien meines Wissens nach eine deutlich andere Sache als in Deutschland und könnte dafür sorgen, dass die junge Dame für sehr lange Zeit an das erinnert wird, was sie da getan hat.

Außerdem wundert es mich schon sehr, dass Bewährungsstrafen immer wieder als eine Art Freispruch gewertet werden. 16 Monate Gefängnis, die auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden, sind nun wirklich kein Pappenstiel - vor allem nicht, wenn die Verurteilte das erste Mal durch so eine Tat auffällig geworden ist. Ich habe das mit "die braucht nur mal falsch zu parken" kommentiert - was natürlich Quatsch ist, aber auch nur ausdrücken soll, dass die junge Dame für die nächsten zwei Jahre höllisch aufpassen muss.

Sie darf noch nicht einmal im Rahmen einer Auseinandersetzung den Gegner ohrfeigen, wenn er unverschämt wird. Nein, auch das muss nicht dazu führen, dass die Bewährung aufgehoben wird. Aber wenn sie entsprechend betrunken ist und der Geohrfeigte dadurch aus dem Gleichgewicht kommt, stürzt und sich eine Verletzung zuzieht, kann das sein. Und so etwas kann schnell passieren, wenn man nicht ganz nüchtern ist.

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PHP: in_array strict mode

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Filed under: php, programming, type coercion

Today I stumbled upon a problem in a legacy software I have to maintain. Given the following snippet:

$cats = $config->get('todos/important_categories'); if(in_array($given_cat, $cats)) { # do something }

$given_cat was "hobby" and $cats was array('news', 'fun', 0). I don’t know who put the 0 into the configuration and it doesn’t matter. But what matters is that the in_array call returned true. While I suspected that the type system was the problem, I checked the manual page. It says:

Searches haystack for needle using loose comparison unless strict is set.

That basically means that in_array() uses == to compare the search value and the current array element. And since strings that can’t be parsed to numbers are converted to 0 when compared to an integer:

➜ ckruse@vali ~  % php -r 'var_dump(0 == "abc");'
bool(true)
➜ ckruse@vali ~  % php -r 'var_dump("abc" == 0);'
bool(true)
➜ ckruse@vali ~  %

this gave me true for the last element. To avoid that one has to use the third parameter for in_array, defaulting to false:

If the third parameter strict is set to TRUE then the in_array() function will also check the types of the needle in the haystack.

So the correct version of the snippet above would be this:

$cats = $config->get('todos/important_categories'); if(in_array($given_cat, $cats, true)) { # do something }

Since I didn’t know about the $strict parameter I thought it might be useful to write a short post about it.

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Blogstöcken: Die Klärung alkoholischer Fragen

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Filed under: Blogstöckchen, Eiswürfel, Getränke, Kneipe

Frage: Was ist dein liebster Drink?
Antwort: Das ist stimmungsabhängig. Lieblingsbier ist ein ordentliches Guinness; ansonsten trinke ich gerne halbtrockenen bis lieblichen Wein und Cocktails.

Frage: Wann hast du das erste mal Alkohol getrunken?
Antwort: Abgesehen von dem jeweiligen Tropfen zu Silvester, den meine Eltern mir zugestanden haben? Das muss damals im CVJM gewesen sein, anno 1982 in etwa. Es handelte sich um Bacardi Cola in unverträglichen Mengen.

Frage: Welchen Drink hast du am meisten bereut?
Antwort: Den von dem mir sterbensübel wurde (war auch Bacardi Cola, aber bei einer anderen Gelegenheit).

Frage: Bar oder Kneipe?
Antwort: Als Einwohnerin Erlangens gibt es da eigentlich nur eine Antwort für mich: Berch! Aber an sich ist das stimmungsabhängig, ich fühle mich in guter Gesellschaft wohl, wo immer ich auch bin.

Frage: Champagner oder Schaumwein?
Antwort: Egal, Hauptsache es ist Cassis drin.

Frage: Mit wem würdest du gerne trinken?
Antwort: Das ist schwierig. Es gibt auf Twitter ein paar Leute, mit denen ich gerne mal einen heben würde - @_Adora_Belle_ oder @HermioneRescue zum Beispiel.

Frage: Bei wem würdest du gerne trinken?
Antwort: Was für eine Frage ist das denn? Bei Manèle, wo sonst? :o)

Frage: Wie sieht deine Home Bar aus?
Antwort: Unordentlich, schlecht sortiert - und nie das drin, was ich gerade gern hätte.

Frage: Beschreib deine Eiswürfel.
Antwort: Sie sind vorwiegend kalt.

Frage: Was ist deine Gin-&-Tonic-Empfehlung?
Antwort: Lass ihn dir von Manèle mixen. Mit Gurke!

Frage: Wie bekämpfst du deinen Hangover?
Antwort: Meinen was? ;o)

Nachdem ich jetzt meiner Pflicht Genüge getan habe, darf ich das Stöckchen weiterwerfen. Das tue ich gern und zwar an ein paar sehr interessante Twitterer: @_Adora_Belle_, @Drachenrose, @likedeel, @Piratenlily und @PiratSued. Viel Spaß! :o)

Edit: Die erste Antwort ist schon da: Piratenlilly. Danke! :o)

Edit: Die zweite Antwort ist auch eingetrudelt. Ein Artikel von @Drachenrose, den ich so nicht erwartet hätte und der mich ungeheuer freut. Danke!

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Beziehung...

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Filed under: Frühling, Liebe

Was ist das eigentlich, eine Beziehung? Das Wort kann alles bedeuten vom mathematischen Verhältnis zwischen zwei Zahlen über die grammatikalischen Bezüge in Satzgefügen bis hin zu allem, was so zwischen Menschen passieren kann. Beziehung ist alles und nichts. Nicht greifbar, nebulös, ungewiss. Oft genug geht es um Liebe - aber das traut sich niemand wirklich sagen. Liebe ist so absolut, so konkret, so ausschließlich. Liebe ist für viele Menschen Verpflichtung und damit Last. Nein, lieber keine Liebe, damit kommt man sich doch zu nahe. Oder nicht?

Alle Märchen, Theaterstücke und Filme, die sich damit beschäftigen wie zwei Menschen sich ineinander verlieben (und eher romantisch als sozialkritisch sind), enden damit, dass "sie sich kriegen" und fortan glücklich leben bis an ihrer Tage Ende. Wie dieses glückliche Leben aussieht, darauf wird nicht eingegangen, weil es ja klar ist: Glücklich. Na, ganz so geht es nicht.

Was mich anbelangt, so bin ich im Gespräch mit mir selbst und anderen Leuten, die sich - aus welchen Gründen auch immer - von ihren Partnern (früher gab's da mal das Wort "Geliebte", das benutzt auch niemand mehr, oder?) getrennt haben, zu dem Schluß gekommen, dass drei emotionale Zustände in dieser doch recht verstandesbetonten, möglichst gefühlsfreien Welt oft und gern gründlich verwechselt werden: Begehren, Verliebt sein und Lieben.

Begehren hat zunächst mal mit Liebe sehr wenig zu tun. Das ist eher ein Haben-wollen, Besitz ergreifen. Meine Freundin, mein Freund, mein Mann, meine Frau (mein Auto, mein Haus...). Begehren hat durchaus auch einen sexuellen Aspekt, der vordergründig auch sehr wichtig erscheinen mag - es aber nicht ist. Wichtig ist das Besitzen. Ich habe ziemlich viele Menschen kennengelernt, die einfach nur beleidigt waren, weil sich die Person, die sie zu besitzen glaubten, von ihnen abgewandt hatte und gegangen war. In der Tat war es in diesen Fällen übermäßig häufig eine sehr beleidigte, wütende Reaktion, geboren aus verletztem (Besitzer-)Stolz.

Verliebt sein ist nun der Zustand, der einen trifft wie ein Blitz aus heiterem Himmel - meistens genau dann, wenn wir es am wenigsten erwartet haben und überhaupt nicht brauchen können. Das ist dieses berühmte Kribbeln im Bauch, von dem Pe Werner so hübsch sang und dessen Verblassen sie so sehr bedauerte. Wenn dieser Zustand über längere Zeit anhielte, würden wir vermutlich allesamt daran eingehen. Diese Masse an Hormonen hält kein Körper auf Dauer aus. Genau deshalb vergeht das auch; nachdem in diesem Land alles wissenschaftlich untersucht wird, gibt es dazu wohl auch Studien, denen zufolge das durchschnittlich nach drei Jahren eintritt. Wer Glück hat, erhält sich das aushaltbare Maß an Kribbeln im Bauch und trifft eine Entscheidung - nämlich für

Liebe. Guck. Da ist sie. Hat sich einfach von hinten angeschlichen. Liebe ist ein sehr vielseitiges, wandlungsfähiges Gefühl und braucht Pflege. Die Entscheidung, die man da trifft, ist zunächst nicht bewußt, sie wächst mit den Unterschieden, die zwischen Menschen nun mal immer vorhanden sind.

Liebe erhält sich nicht aus sich selbst wie Verliebtheit und Begehren. Liebe ist eine Entscheidung. Das muss man sich unbedingt klar machen, sonst steht man irgendwann da und stellt fest, dass sie durch die Hintertür hinaus ist und vorher noch ihre häßlichen kleinen Schwester hereingelassen hat: Die Wut, die Enttäuschung, manchmal sogar den Haß.

Wie pflegt man nun die Liebe, wie erhält man sie? Wie sorgt man dafür, dass sie bleibt und sich wohl fühlt? Schwierige Frage.

Man kann einfach mal damit anfangen, zu akzeptieren, dass auch die Liebe keine hellseherischen Fähigkeiten verleiht. Wer etwas braucht, muss darüber reden - ob es sich um Schokolade, einen Spaziergang oder einfach nur eine Zeitlang Ruhe handelt. Das allein ist schon ein recht schwieriger Akt, denn wir werden von Kindesbeinen an dazu erzogen, möglichst keine Bedürfnisse zu haben.

Die Zeit, die Eltern oder Geschwister mit einem verbringen können, ist begrenzt und meistens auch minutengenau eingeteilt. Das ist nicht neu, das war schon so, als ich noch Kind war. Also lernt man zu warten, zu verzichten - und irgendwann auch, einfach nichts mehr zu sagen. Aber - und da sind wir wieder bei den Märchen (also den disneyartigen): Irgendwann findet man einen Menschen, der weiß, was man braucht und den braucht man um nichts mehr zu bitten. Weit gefehlt, Freunde! Genau diesen Menschen _muss_ man um das bitten, was man braucht. Was man dafür zurückbekommt ist die Gewißheit, dass man bekommen wird, was man braucht. So funktioniert Liebe.

Gemeinsame Interessen haben und pflegen ist auch eine sehr gute Idee. Ob es dabei ums Lesen geht, um Sport oder um Parteipolitik ist von nachgeordneter Bedeutung. Aber man sollte etwas haben, was man gemeinsam er-leben kann und woran man Freude hat.

Es sollte auch jeder sein Ding haben. Eine Domäne, die nur einem selbst gehört. Etwas, wofür man sich vom Partner bestaunen, bewundern, beklatschen lassen kann, denn das gibt Raum für Respekt, für Achtung, für Wertschätzung, für den kleinen Thron, auf dem wir alle hier und da mal gerne sitzen möchten.

Bei Liebe muss man einfach dranbleiben; das ist Arbeit, die man konsequent jeden Tag leistet. Wenn man da schludert, geht sie im Alltäglichen unter.

Also: Achtet aufeinander, seid füreinander da und habt Freude aneinander. Dann kann man miteinander alt und runzlig werden, ohne dabei biestig zu werden!

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Supercalifragilisticexpialidocious

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Filed under: death metal, mary poppins

This is genius!

If Mary would sing this way I would like it, too ;)

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